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 Deutschland:
Der Öffentlicher Dienst –
wie sich die Katze in den Schwanz beisst

 

KOMMENTAR VON MARCEL MAYER

 Leistungskürzung, 40/42 Stunden Arbeitswoche......alle Jahre wieder das selbe Spiel – nur mit anderen Vorschlägen, die Diskussion schlagen grosse Wellen, aber ändern tut sich nichts. Anstatt die Wurzel des Problems anzugehen und den Öffentlichen Dienst endlich zu reformieren, wird nur an Ästchen rumgeschnippelt und den Bediensteten immer mehr an Verpflichtungen auferlegt.

Seien wir doch mal ganz ehrlich, der Öffentliche Dienst ist heute wie er funktioniert eher demotivierend, als das er anspornt . Das liegt zum einen an der Fülle von Verwaltungsvorschriften und Gesetzen, die den Arbeitfluss behindern und nachhaltig belasten, als das es dem Arbeiter und/oder dem Angestellten von Nutzen ist und andererseits sind die Gehälter viel zu niedrig gehalten, im Vergleich zur finanziellen Lage der Arbeiter und Angestellten.

Von Neuerungen und Verbesserungen wollen wir gar nicht erst reden! Denn wenn die Veränderung beschlossene Sache ist, dann ist jene schon längst wieder überholt. Deshalb ist eine Leistungskürzung von bis zu 20 Prozent völlig indiskutabel. Weil dafür müsste der Staat auch bereit sein, Leistung von seinen Mitarbeitern mit der Bewusstheit anzuerkennen und möglichst zu fördern und noch dazu müsste er auf Veränderungen kurzfristig reagieren können. Aber auch fördern ist nicht möglich, denn schliesslich herrscht in der Staatskasse seit Jahren eine anhaltende Ebbeperiode.

April 2004

 

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